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Fallzahlen für unerlaubtes Glücksspiel explodieren – aber warum?

Immer häufiger ermitteln die Strafermittlungsbehörden in Fällen, in denen es um die Teilnahme oder das Veranstalten illegaler Glücksspiele geht. Bereits die Polizeiliche Kriminalstatistik (PKS) für das Jahr 2024 hat gezeigt, dass es immer mehr Fallzahlen in diesem Bereich gibt. Auch in diesem Jahr scheint sich der Trend weiter fortzusetzen und die Zahlen im Bereich des unerlaubten Glücksspiels explodieren. Aber was sind die Gründe dafür, dass in immer mehr Fällen Polizei und Staatsanwaltschaft eingeschaltet werden, um illegales Glücksspiel zu bekämpfen?

PKS 2024: Fallzahlen bereits deutlich gestiegen

Fallzahlen fuer unerlaubtes gluecksspiel

Bereits im April dieses Jahres wurde von der Bundesinnenministerien Nancy Faeser die Polizeiliche Kriminalstatistik (PKS) veröffentlicht. Allein im Bereich des unerlaubten Glücksspiels (§284ff. StGB) gab es demnach im Jahr 2024 im Vergleich zum Vorjahr einen Anstieg von 18,4 Prozent. Konkret stieg die Zahl der erfassten Fälle auf 6.247 an. Vergleicht man die Fallzahlen mit denen aus dem Jahr 2017, dann kann eine Zunahme um den Faktor 12 festgestellt werden.

Die Aufklärungsquote bei Delikten rund um das unerlaubte Glücksspiel liegt derweil laut PKS bei 98,1 Prozent. Dieser Wert ist jedoch nur bedingt aussagekräftig, da eine Strafanzeige in der Regel nur dann gestellt wird, wenn es auch einen Tatverdächtigen gibt (anders als beispielsweise bei einem Fahrraddiebstahl).

Die meisten Fallzahlen für das Jahr 2024 gab es laut PKS übrigens mit 1.633 Fällen im bevölkerungsreichsten Bundesland Nordrhein-Westfalen. Aber auch in Bayern (1.185 Fälle) und Baden-Württemberg (671) wurden vergleichsweise viele Fälle zur Anzeige gebracht.

Tätigkeitsbericht der GGL: Hunderte illegale Websiten festgestellt

Erst kürzlich hat die Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder (GGL) als bundesweit zuständige Glücksspielbehörde ihren Tätigkeitsbericht für das vergangenen Jahr vorgestellt. Demnach hat die GGL im Jahr 2024 858 deutschsprachige illegale Websiten von über 200 Betreibern festgestellt. Daraus folgten insgesamt 231 Untersagungsverfahren, die die Behörde mit Sitz in Halle (Saale) initiiert hat.

Hierbei handelt es sich streng genommen lediglich um die Veranstalter illegaler Glücksspiele. Jeder Spieler bzw. jede Spielerin auf einer der über 800 deutschsprachigen illegalen Websiten würde sich gemäß §284 StGB zusätzlich strafbar machen. Da es insgesamt allerdings nur knapp über 6.000 Verfahren gegen Anbieter und Spieler gab, wird schnell deutlich, dass die bloße Teilnahme am unerlaubten Glücksspiel zumindest 2024 kaum verfolgt wurde.

Welche Entwicklungen sind im Jahr 2025 zu beobachten?

Der sogenannte Schwarzmarkt wächst weiter, insbesondere, da das legale Glücksspielangebot aus Sicht vieler Spieler noch nicht attraktiv genug ist. Aus diesem Grund dürften auch im laufenden Jahr die Fallzahlen im Bereich des unerlaubten Glücksspiels weiter steigen. Die GGL bemüht sich derweil, noch strenger und konsequenter vor allem gegen illegale Anbieter vorzugehen. Zuletzt setzt die Behörde verstärkt auf Geo-Blocking und Zahlungssperren. Auch im Bereich der Suchmaschinen-Werbung (z.B. Google-Ads) versuchte man sich konsequenter zu zeigen.

Tipp: Um sich als Spieler vor einer strafrechtlichen Verfolgung und im schlimmsten Fall vor einer Geld- oder sogar Freiheitsstrafe zu schützen, sollte nur in den Online Casinos gespielt werden, die über eine Erlaubnis der GGL verfügen. Welche Anbieter bzw. Plattformen eine solche Erlaubnis besitzen, zeigt die offizielle Whitelist der GGL.

Fazit

Polizeien und Staatsanwaltschaften ermitteln immer häufiger im Bereich des unerlaubten Glücksspiels. Insbesondere die Ermittlungsverfahren gegen Spielerinnen und Spieler haben sich zuletzt deutlich erhöht. Ursächlich hierfür sind unter anderem auch die Meldungen von Banken und anderen Zahlungsdienstleistern. Auch im Jahr 2025 ist kein Einbruch der Fallzahlen abzusehen – im Gegenteil: Derzeit ist davon auszugehen, dass die Zahl der polizeilich erfassten Delikte im Bereich des unerlaubten Glücksspiels im Vergleich zum Vorjahr nochmal deutlich zunehmen wird.